Stadt Lohne bringt mit Landesmitteln digitale Schule voran

Veröffentlicht am: 22.01.2020

Kultusminister Tonne besucht Realschule Lohne

Landesmittel für Digitalisierung von Schulen

Bei der Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik übernimmt die Stadt Lohne als Träger eine Vorreiterrolle im Land Niedersachsen. Das wurde beim Besuch des niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Dienstag (21. Januar) in der Realschule an der Meyerhofstraße deutlich. Im Gepäck hatte der Minister einen Förderbescheid in Höhe von 70.000 Euro. Damit unterstützt das Land die digitale Infrastruktur der Realschule.

Für Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer hat die Digitalisierung der neun Schulen in städtischer Trägerschaft eine hohe Priorität. Seit 2017 hat die Stadt schon rund 800.000 Euro investiert. Damit wurden unter anderem moderne Präsentationsgeräte, schnelle Netzwerkverbindungen und mobile Endgeräte angeschafft. Allein seit Mai letzten Jahres hat die Stadt Lohne 300.000 Euro investiert, die durch den Digitalpakt von Bund und Ländern förderfähig sind. Den ersten Förderbescheid hat nun Minister Tonne überreicht.

„Wir sehen dies auch als Wertschätzung für unsere Bemühungen“, sagte Gerdesmeyer in Richtung Kultusminister. Er dankte am Dienstag dem Team der Realschule Lohne für die Bereitschaft und das Engagement beim Einsatz der digitalen Medien im Unterricht. Die kommissarische Schulleiterin Cornelia Roth gab den Dank zurück an den Schulträger, auf den sie sich stets verlassen könne.

Insgesamt erwartet die Stadt Lohne eine Unterstützung seitens des Landes von rund 1,15 Millionen Euro. Das beinhaltet 30.000 Euro für jede der  sechs Grund- und drei weiterbildenden Schulen sowie weitere 215 pro Grundschüler und 430 Euro pro Sekundarschüler.

Grant Hendrik Tonne lobte bei seinem Besuch die Stadt Lohne für ihr Engagement. „Wir erleben einen Träger, der sich den  Veränderungen der digitalen Welt stellt und aufgreift.“ Die Stadt Lohne gehöre zu den ersten Kommunen, die Fördergelder aus dem Topf des Digitalpaktes beantragt habe. Deswegen habe Tonne die Gelegenheit genutzt, sich vor Ort ein Bild der Umsetzung den Schulen zu verschaffen.

Das Land Niedersachsen stellt insgesamt 522 Millionen Euro für die digitale Infrastruktur zur Verfügung. Davon landen laut Tonne 470 Millionen Euro direkt bei den Schulträgern, also den Kommunen. Das restliche Kapital fließt in landesübergreifende Projekte wie die Entwicklung von Lehrplänen.