Stadt ärgert sich über nicht fachgerechtes Beschneiden städtischer Straßenbäume

Veröffentlicht am: 18.04.2019

Kürzen von Ästen sollte Profis überlassen werden

BaumschnittKaum noch zu erkennen sind einige Bäume nach dem Beschnitt durch Laien.

Im Frühjahr greifen viele Hobby-Gärtner zur Säge und schneiden das Gehölz auf dem heimischen Grundstück zurecht. Was auf privaten Flächen vielfach erlaubt ist, wird auf städtischen Flächen zum Problem. Denn in letzter Zeit mehren sich radikale Baumschnitte an städtischen Bäumen. Diese Rückschnitte sind häufig laienhaft ausgeführt und führen im schlimmsten Fall zum Absterben der Bäume. Die Stadtverwaltung bittet, das Beschneiden städtischer Bäume den Fachleuten des Bauhofes zu überlassen.

„Ein willkürliches Einkürzen von Bäumen hat immer negative Folgen für die Gehölze“, betont Kathrin Berling. Sie ist im Bauamt der Stadt Lohne zuständig für die Grünanlagen. Zwar würden an den Schnittstellen neue Triebe sprießen. Die seien aber bruchanfällig und würden der Ästhetik eines arttypisch gewachsenen Baumes entgegenstehen.

„Ein Anschneiden der Krone sollte nur vorgenommen werden, wenn von einem Baum eine Gefahr ausgeht und eine Kappung unumgänglich ist, um den Baum zu erhalten“, erklärt Kathrin Berling. Andernfalls können Bäume durch übermäßiges Beschneiden absterben. Da es sich hierbei um Sachbeschädigungen handelt, werden schon Strafanzeigen gestellt.