Projekt Schulwald startet im Bürger-Klimapark

Veröffentlicht am: 16.09.2022
Kooperation mit vier Lohner Schulen geschlossen

Schulwald im Bürger-KlimaparkStarteten das Projekt Schulwald: Vertreter der Stadt Lohne, der Universität Vechta, vier Lohner Schulen samt Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Realschule sowie der Stiftung Zukunft Wald den Niedersächsischen Landesforsten und der Universität Vechta.

Im Bürger-Klimapark am Rande des Hopener Waldes wird ein Schulwald entstehen. Dazu haben am Mittwoch (14. September) die Stadt Lohne, die Universität Vechta und die Stiftung Zukunft Wald mit den Leiterinnen der Franziskus-Schule, Ketteler-Schule, Gertrudenschule und Albert-Schweitzer-Realschule sowie der Universität Vechta einen Kooperationsvertrag geschlossen. Der Vertrag hat eine Gültigkeit von 30 Jahren und gilt bis zum Jahr 2052. In dieser Zeit sollen sich Schülerinnen und Schüler der beteiligten Einrichtungen gemeinsam mit Experten der niedersächsischen Landesforsten um Pflanzungen und Pflege der Bäume kümmern.

"Der Bürger-Klimapark spielt für die Klimaschutzpolitik der Stadt Lohne eine entscheidende Rolle. Dieser Schulwald ist ein erster zentraler Baustein, der hier im Projektgebiet umgesetzt wird“, sagte Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet am Dienstag. Im Klimapark entstehe ein „grünes Klassenzimmer“, in dem Themen wie biologische Vielfalt, Klimaschutz und Klimaanpassung erlebbar werden.  

Für das Projekt stellt die Stadt Lohne eine Fläche von rund 70.000 Quadratmetern und damit etwa ein Zehntel des Klimaparks zur Verfügung. Die Schüler der drei Grundschulen und der Albert-Schweitzer-Realschule können nun regelmäßig die Flora pflegen und sich dabei praktisch für Wald-, Umwelt und Klimaschutz einsetzen.

Den Anfang machten gleich am Dienstag Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtkurses Schulwald an der Albert-Schweitzer-Realschule. Die Achtklässler untersuchten gemeinsam mit Fachleuten der Stiftung Zukunft Wald den Boden im Bürger-Klimapark.

Schulwald im Bürger-KlimaparkErster Unterricht im „grünen Klassenzimmer“ mit Johannes Wiese (rote Jacke) von der Stiftung Zukunft Wald.

Gepflanzt werden sollen die ersten Bäume dann im Winter – voraussichtlich im Januar / Februar, je nach Witterung. An der Aktion sollen alle Schülerinnen und Schüler der beteiligten Schulen teilnehmen, so der Plan von Horst Wieting vom Waldpädagogikzentrum Weser-Ems der niedersächsischen Landesforsten. "Bäume zu pflanzen ist gelebte Nachhaltigkeit und darauf könnt ihr schon jetzt stolz sein“, sagte Wieting zu den anwesenden Schülerinnen und Schülern.

Elisabeth Hüsing, Direktorin der Stiftung Zukunft Wald der Landesforsten, bestätigte dies:: "Die vielen Aktionen rund um den Schulwald und das eigenständige und verantwortungsvolle Handeln der Schülerinnen und Schüler motiviert und begeistert.“ Die Stiftung Zukunft Wald bietet in allen Projektphasen die nötige fachliche und finanzielle Unterstützung. Begleitet wird das Projekt auch durch die Universität Vechta, die am Dienstag durch ihre Präsidentin Prof. Dr. Verena Pietzner vertreten wurde. Gemeinsam mit der Universität Vechta werden angehende Lehrkräfte in das Projekt eingebunden. Sie sind wichtige Multiplikatoren für den aktiven Klimaschutz.  Zudem erfolgt eine wissenschaftliche Begleitung und Auswertung. 

Hintergrundinfos zum Bürger-Klimapark

Bis Ende 2024 soll auf einem 7,3 Hektar großen Gelände am Rande des Naherholungsgebiets Hopener Wald ein Vorzeige-Projekt entstehen, das Wissen über klimatische Veränderungen, den Schutz des Klimas und den Umgang mit den Folgen vermitteln soll.

Für die Konzeptionierung des Bürger-Klimaparks hat die Stadt Lohne die Universität Vechta mit dem Verbund Transformationsforschung agrar Niedersachsen (trafo:agrar) sowie für die Gestaltung das Büro Nordlohne & Bechly in Kooperation mit dem Büro Hyco Verhaagen ins Boot geholt. Der Bund fördert den Klimapark mit 90 Prozent der Kosten aus dem Programm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“.

Ansprechperson

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