frauenORT Luzie Uptmoor ° Lohne

LuzieUptmoor_Fotografie_sw_KatalogS3 Luzie Uptmoor, * 1899 in Lohne, † 1984 in Lohne

Ihre ausdrucksstarke Kunst prägt bis heute das Bild des Oldenburger Münsterlandes. 1927 verließ Luzie Uptmoor ihre Heimatstadt, um entgegen sämtlicher gesellschaftlicher Konventionen ihrer ländlich-kleinstädtischen Umgebung und den Widerstand ihres Vaters freischaffende Künstlerin zu werden.

„Daor lacht die Lüe doch äöwer“, soll der Vaters den Wunsch seiner Tochter kommentiert haben. Trotz dieser Haltung verfolgte Luzie Uptmoor ihr Ziel beharrlich weiter und setzte schließlich durch, dass sie in Düsseldorf Kunst studieren durfte, wo sie mit dem Maler Peter Ludwigs bald eine Atelier- und Hausgemeinschaft hatte. 1928 wurde sie Mitglied der „Rheinischen Sezession“, einer Vereinigung junger, moderner Künstlerinnen und Künstler.

In den 1930er Jahren hatte Luzie Uptmoor ihre erste große Schaffensphase. Doch das Elend des 2. Weltkrieges und der Tod ihres Lebensgefährten Peter Ludwigs, der 1943 in Gestapo-Haft verstarb, stürzten Luzie Uptmoor in eine schwere Lebens- und Schaffenskrise, aus der sie erst etwa 1948/49 wieder zu neuer Kraft gelangte.

Luzie Uptmoor schuf Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen, in denen sie Personen in den Mittelpunkt stellte. Immer wieder kehrte die Künstlerin nach Lohne zurück, um die Menschen der Stadt zu portraitieren. Dort bewahrt heute die Galerie Luzie Uptmoor ihr Lebenswerk.

Der frauenORT Luzie Uptmoor entstand in einer Koopera fO Luzie Uptmoor Lohne tion der Stadt Lohne mitdem Freundeskreis Luzie Uptmoor e.V.  und wurde im März 2014 eröffnet.  Er ist Teil der FrauenORTE Niedersachsen, eine Initiative des Landesfrauenrates Niedersachsen e. V., die Leben und Wirken bedeu tender historischer Frauen-Persönlichkeiten lebendig werden lässt und in der breiten Öffentlichkeit bekannt macht. Die Initiative will auch dazu beitragen, dass Frauengeschichten und Frauenkultur einen festen Platz im Spektrum kulturtouristischer Angebote erhalten. Informationen zu allen Niedersächsischen frauenORTEN finden Sie hier.

Führungen im frauenORT Luzie Uptmoor ° Lohne

  • Auf den Spuren Luzie Uptmoors: Luzie Uptmoor war nicht nur eine talentierte Malerin. Die Arzttochter aus gutem Hause verschrieb sich der Kunst, lebte ein unkonventionelles Leben , reiste und malte, erlebte aber auch Leid, Verlust, Krieg. Wir nehmen Sie mit auf Spurensuche durch den Heimatort der Künstlerin Luzie Uptmoor. Die Führung können Sie auf Platt- oder Hochdeutsch buchen.
  • frauenWORT im frauenORT – Kostümführung: Erleben Sie den frauenORT Lohne auf einer außergewöhnlichen Kostümführung, die sehr wohl auch für Männer gedacht ist. Hier begegnen Sie Frauen unterschiedlichster Herkunft, die zu Lohner Originalen wurden. Unsere Gästeführerin berichtet über das Wirken und die Lebensumstände dieser Künstlerinnen, Kauffrauen oder Witwen.
  • Malerwege – Mit dem Rad zu Motiven Lohner Künstlerinnen und Künstler

Terminanfragen und weitere Informationen: Städtischer InfoPunkt (im Industrie Museum Lohne), Küstermeyerstraße 20, 49393 Lohne, Telefon 04442 730390, E-Mail: infopunkt@lohne.de

Galerie Luzie Uptmoor

Uptmoor Bild im Rathaus 0002 Kunst und Kultur haben einen hohen Stellenwert in Lohne. Mit der Galerie Luzie Uptmoor haben die Luzie-Uptmoor-Stiftung Lohne und der Freundeskreis Luzie Uptmoor eine Heimat geschaffen für die Bilder nicht nur der Namenspatronin, sondern ebenso für die Werke weiterer Künstler, die in Lohne geboren oder aufgewachsen sind beziehungsweise gewirkt haben. Zu ihnen zählen die Maler Paula kl. Kalvelage, Heinrich Klingenberg, Joseph Andreas Pausewang und der Bildhauer Johann Heinrich Anton Benker.

Die Galerie möchte ihr Lebenswerk pflegen und bewahren, es durch wissenschaftliche Aufarbeitung würdigen und in Ausstellungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Galerie Luzie Uptmoor (im Industrie Museum Lohne), Küstermeyerstraße 20, 49393 Lohne, Telefon 04442 730380, Internet: www.luzie-uptmoor.de

Aktuelle Termine im frauenORT

am: 13.09.2020
Von Frau zu Frau: Künstlerinnen, Kauffrauen, Witwen, Reiche. Arme, berühmte, vergessene Frauen. Frauen, die nach männlicher Bildung strebten, als stark und eigensinnig galten oder gar „die Hosen anhatten“ und dadurch zu Lohner Originalen wurden. Ihren Lebenssituationen und ihrem Wirken begegnen wir mit Heike Frilling auf dieser Stadtführung, die auch für Männer geeignet ist.

Ansprechpartner

Sandra Marischen
Sandra Marischen
Küstermeyerstraße 20 49393 Lohne
InfoPunkt der Stadt Lohne im Industriemuseum
Etage: Erdgeschoss
Zimmer: Infopunkt
Funktion:
  • Sachbearbeiterin