Stadt Lohne lässt mit neuem Programm Flächen erblühen

Veröffentlicht am: 18.02.2020
Im Frühjahr startet das Blühflächen-Programm

Arbeitskreis für Vogel- und InsektenschutzMaxi Landwehr von der Firma Lohner Agrar Service (links) zeigt den Mitgliedern des Arbeitskreises Vogel- und Insektenschutz Ludger Frye, Clemens-August Röchte, Matthias Reinkober und Henrike Theilen (von links) die Saatmaschine, die zu Anlegung der Blühflächen zum Einsatz kommen wird.

Auf Lohner Feldern soll es im kommenden Frühjahr blühen. Die Stadt Lohne hat hierfür ein Blühflächen-Programm beschlossen. Auf städtischen Flächen werden dazu Pflanzenmischungen ausgestreut, die drei Jahre blühen sollen. Auf landwirtschaftlichen Flächen im Außenbereich kommen einjährige Blühmischungen zur Anwendung. Die Kosten für die Blühmischung und die Einsaat übernimmt die Stadt Lohne. Auf den Weg gebracht hatte das Programm der Arbeitskreis für Vogel- und Insektenschutz.

Während sich um die städtischen Grünflächen die Mitarbeiter des Bauhofs kümmern, können Landwirte jetzt bei der Bestellung ihrer Ackerflächen Blühflächen oder Blühstreifen mit einplanen. Hinweise zu den Flächen der Landwirte nimmt das Bauamt der Stadt Lohne über ein Online-Formular entgegen.

Die Landwirte sollten ihre Flächen bis Ende April gemeldet haben. Das Bauamt leitet die Angaben der Landwirte an den Lohnunternehmer weiter. Dieser wiederum kümmert sich um die Einsaat. Die voraussichtlichen Kosten in Höhe von 200 bis 300 Euro pro Hektar übernimmt die Stadt Lohne.

Der Lohnunternehmer trägt die Blühmischungen mit seiner Sämaschine in einer Breite von drei Metern auf. Dies erfolgt von Anfang bis Mitte Mai. Für die städtischen Grünflächen übernehmen dies die Mitarbeiter des Bauhofs.

„Wir wollen die örtlichen Landwirte bewusst in dieses Naturschutzprojekt einbinden“, erklärt Matthias Reinkober, Leiter der Abteilung Planung und Umwelt im Bauamt. „Mit der Blühstreifeneinsaat möchten wir auszuprobieren, welche Folgen diese Blühflächen für die einheimischen Fauna wie Kleinsäuger, Insekten, Vögel haben wird.“ Die beteiligten Landwirte sollten daher Angaben über Veränderungen der heimischen Fauna und Flora im Bereich der Blühflächen machen.