Wichtige Infos für Unternehmen in der Corona-Krise

Symbolbild Corona Wirtschaft

Die Corona-Pandemie hat auch für viele Gewerbetreibende gravierende Folgen. Die Bundesregierung, das Land Niedersachsen und die Europäische Union unterstützenUnternehmen deshalb mit verschiedenen Programmen. 
Sie haben Corona-bedingt erhebliche Umsatzausfälle? Dann empfehlen wir Ihnen, sich unbedingt mit Ihrem Steuerberater in Verbindung zu setzen. Er informiert Sie über Möglichkeiten zur Kostensenkung sowie die vereinfachten Möglichkeiten, Kredite und Zuschüsse zu bekommen.
Die aus unserer Sicht wichtigsten Programme haben wir zudem auf dieser Seite zusammen gestellt und nennen Ihnen hilfreiche Ansprechpartner.

Letzte Aktualisierung: 27. Juli 2021

Überbrückungshilfen

Die Überbrückungshilfe III und Überbrückungshilfe III plus sind ein Programm des Bundesfinanzministeriums und unterstützt Unternehmen, die Corona-bedingt unter starken Umsatzeinbrüchen leiden (mind. 30%). Antragsberechtigt sind Unternehmen aller Größen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe, aber auch gemeinnützige Einrichtungen, unabhängig von ihrer Rechtsform, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind. Sie erhalten abhängig von der Höhe ihres Umsatzeinbruches gestaffelte Fixkostenzuschüsse. Bei höheren Umsatzeinbrüchen gibt es weitere Zuschläge (Eigenkapitalzuschuss). Und für besonders betroffene Branchen wie die Reisewirtschaft, die Veranstaltungsbranche sowie den Einzelhandel gibt es zusätzliche Regelungen.

Mehr Infos dazu sowie die zentrale Plattform für die Antragsstellung finden Sie hier: Bundeswirtschaftsministerium - Corona-Hilfen

Neustarthilfe

Die Neustarthilfe und Neustarthilfe plus sind ebenfalls ein Programm des Bundesfinanzministeriums. Sie richtet sich an Soloselbstständige, kurz befristet Beschäftigte in den Darstellenden Künsten, unständig Beschäftigte aller Branchen sowie Kapitalgesellschaften und Genossenschaften, die Corona-bedingt starke Umsatzeinbußen, aber nur geringe Betriebskosten haben und daher von den Überbrückungshilfen kaum profitieren können. Die Neustarthilfen werden pauschal und als Vorschuss für die Betriebskosten gezahlt.

Mehr Infos dazu sowie die zentrale Plattform für die Antragsstellung finden Sie hier: Bundeswirtschaftsministerium - Corona-Hilfen

Härtefallhilfen

Die Härtefallhilfen werden durch die Bundesländer geregelt. Sie unterstützen Unternehmen im Einzelfall, wenn deren wirtschaftliche Existenz infolge der Corona-Pandemie bedroht ist und die bestehenden Corona-Hilfen von Bund und Land nicht greifen. Antragsberechtigt sind grundsätzlich Unternehmen und Selbstständige, aber auch Vereine und andere Organisationen, die wirtschaftlich am Markt tätig sind (unabhängig von ihrer Rechtsform). Die Hilfe orientiert sich wie bei den Überbrückungshilfen an den Fixkosten des Unternehmens.

In Niedersachsen ist für die Prüfung die NBank zuständig. Mehr Infos finden Sie hier: Corona - Härtefallhilfen von Bund und Ländern

NBank-Programme

Auch das Land Niedersachsen selbst stellt verschiedene Förderungen für Unternehmen zur Verfügung, um die Folgen der Corona-Pandemie abzufedern. Dazu zählt zum Beispiel die Digitalisierungsberatung im Einzelhandel. Sie soll dem stationären Handel helfen, sich zu digitalisieren und so ein nachhaltiges Geschäftskonzept zu entwickeln. Mit dem Niedersachsen-Schnellkredit unterstützen das Land Niedersachsen und die NBank Freiberufler und Unternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten in Niedersachsen, die Corona-bedingt in vorübergehende Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind.

Einen Überblick über sämtliche Fördermöglichkeiten finden Sie auf der Seite der NBank.

Kurzarbeitergeld

Die Bundesregierung hat den Zugang zum Kurzarbeitergeld erleichtert, um Arbeitsplätze während der Corona-Pandemie zu erhalten und Kündigungen zu vermeiden. Wenn Aufträge ausbleiben und dadurch mindestens 10% der Belegschaft vom Arbeitsausfall betroffen sind, kann das Unternehmen Kurzarbeitergeld beantragen. Zuständig ist die örtliche Arbeitsagentur.
Alle Informationen zum Kurzarbeitergeld und wie Sie es beantragen können, bekommen Sie bei der Bundesagentur für Arbeit

KfW-Kredite

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, übernimmt Kreditrisiken und erleichtert damit die Bereitschaft von Banken, Kredite an Unternehmen für Betriebsmittel und Investitionen zu vergeben. So soll die Liquidität von Unternehmen, Selbstständigen und Freiberuflern verbessert werden, die infolge der Corona-Krise in eine finanzielle Schieflage geraten sind. Das Bundesfinanz- und Bundeswirtschaftsministerium haben für den Mittelstand deshalb den KFW-Schnellkredit ins Leben gerufen, bei dem die Bundesrepublik Deutschland ein 100-prozentiges Haftungsrisiko übernimmt. Daneben gibt es aber auch noch andere Kredite für junge und ältere Unternehmen. Mit dem KfW-Förderassistenten können Interessierte den passenden Kredit finden und sich so auf das wichtige Gespräch mit dem Bankberater vorbereiten. Denn dort werden die Kredite beantragt.

Den Förderassistenten und weitere wichtige Infos finden Sie hier: Corona-Hilfen - KfW

Mieter- und Pächterschutz 

Die Bundesregierung hatte das Recht der Vermieter, Miet- und Pachtverhältnisse wegen Zahlungsrückständen zu kündigen, für einen begrenzten Zeitraum eingeschränkt - zumindest, wenn die Mieter aufgrund finanzieller Auswirkungen der Corona-Pandemie in Zahlungsrückstand geraten. Die Regelung war auf den Zeitraum vom 1. April bis zum 30. Juni 2020 begrenzt. Der Mieter hat bis zum 30.09.2022 Zeit, die fehlenden Mietzahlungen auszugleichen. Weitere Infos zum Mieterschutz finden Sie hier.

Weitere Ansprechpartner 

1. Wirtschaftsförderung des Landkreises Vechta

Bund, Land, EU - sie alle versprechen den Unternehmen in der Corona-Krise Hilfe. Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Vechta behält den Überblick, welche Fördermöglichkeiten es gibt und informiert Firmen per Newsletter über die vorhandenen und geplanten Programme. Sie ist allerdings selbst kein Fördermittelgeber. 
Möchten Sie ebenfalls den Newsletter empfangen oder haben grundsätzliche Fragen zu staatlichen Hilfen, melden Sie sich bitte bei der Wirtschaftsförderung des Landkreises.

Landkreis Vechta - Amt für Wirtschaftsförderung
Straße:
Ravensberger Str. 20
PLZ/Ort:
49377 Vechta

2. IHK Oldenburg

Auch die IHK Oldenburg gibt auf ihrer Internetseite einen guten Überblick über Finanzierungshilfen, arbeitsrechtliche Fragen, Kurzarbeitergeld oder auch Tipps für den Handel und Gastgewerbe zum Umgang mit der Geschäftsschließung. Außerdem beantwortet die IHK weitergehende Fragen mit Bezug zum Coronavirus über ein Service-Telefon.

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Weitere Infos

Ansprechpartner

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Anne Nußwaldt
Telefon: 04442 886-1301
Rathaus der Stadt Lohne Vogtstraße 26 49393 Lohne
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