Neue Einsatzfahrzeuge für Brockdorf und Südlohne
Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet (4. von links) inspiziert mit Florian Soika, Andre Wilke, Simon Töpfel, Peter Runnebohm und Sebastian Kathmann (von links) die neuen HLF der Feuerwehren.
Die Freiwilligen Feuerwehren Brockdorf und Südlohne haben jeweils ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) erhalten. Die beiden Fahrzeuge ersetzen ihre fast 30 Jahre alten Vorgänger und sind auf die jeweiligen Einsatzschwerpunkte der beiden Stützpunktfeuerwehren zugeschnitten. Die Stadt Lohne investiert insgesamt fast 1,2 Millionen Euro.
„Mit den neuen Fahrzeugen schaffen wir eine verlässliche Grundlage dafür, dass unsere Feuerwehren auch in den kommenden Jahren für unterschiedliche Einsatzlagen gut ausgestattet sind“, sagt Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet. „Dabei geht es nicht allein um den Ersatz alter Technik. Die Anforderungen an die Feuerwehren haben sich weiterentwickelt.“
Brockdorf und Südlohne sind Stützpunktfeuerwehren der Stadt Lohne. Hinzu kommt die Schwerpunktfeuerwehr Lohne. Gemeinsam stellen die drei Einheiten den Brandschutz und die Technische Hilfeleistung im Stadtgebiet sicher.
Brockdorf: Fokus auf Technische Hilfeleistung
Beim neuen HLF 20 der Feuerwehr Brockdorf liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Technischen Hilfeleistung. Hintergrund ist unter anderem die Zuständigkeit für Einsätze auf dem Autobahnabschnitt der A1 zwischen Lohne/Dinklage und Holdorf.
„Für uns war wichtig, das Fahrzeug auf die Technische Hilfeleistung auszurichten. Gerade bei Einsätzen auf der Autobahn müssen wir verunfallte Fahrzeuge schnell sichern und stabilisieren können.“, erklärt Florian Soika von der Feuerwehr Brockdorf.
Zur Ausstattung gehören unter anderem ein schwerer hydraulischer Rettungssatz, ein System zum Stabilisieren verunfallter Fahrzeuge, eine Rettungsbühne für Einsätze etwa an Lastwagen sowie eine Verkehrshaspel zur Absicherung von Einsatzstellen. Das Fahrzeug führt 2.200 Liter Löschwasser und 120 Liter Schaummittel mit.
Südlohne: Ausrüstung für Brandbekämpfung im Moor
Das HLF 20 der Feuerwehr Südlohne ist ebenfalls auf die örtlichen Anforderungen abgestimmt. Es verfügt über 2.600 Liter Löschwasser und 120 Liter Schaummittel. Hinzu kommen unter anderem eine Seilwinde, ein Rettungssatz, ein Abstützsystem, Ausrüstung zur Absturzsicherung und ein mobiler Wasserwerfer.
Eine Besonderheit ist die mitgeführte Tragkraftspritze. „Gerade im Moorbereich brauchen wir Technik, mit der wir flexibel arbeiten und die Wasserversorgung auch unter schwierigen Bedingungen sicherstellen können“, erklärt Sebastian Kathmann von der Feuerwehr Südlohne. Damit kann die Feuerwehr auch abseits gut erreichbarer Löschwasserstellen flexibel Wasser fördern.
Gleiche Basis, unterschiedliche Schwerpunkte
Beide Fahrzeuge basieren auf MAN-Fahrgestellen. Den feuerwehrtechnischen Ausbau übernahm die Firma Schlingmann. Obwohl es sich jeweils um ein HLF 20 handelt, unterscheidet sich die Beladung bewusst: Sie wurde an die Aufgaben und Einsatzgebiete der beiden Feuerwehren angepasst.
Ein HLF verbindet die Brandbekämpfung mit umfangreicher Ausrüstung für die Technische Hilfeleistung. Es kann deshalb sowohl bei Bränden als auch bei Verkehrsunfällen, Unwettern und anderen technischen Notlagen eingesetzt werden.
Mit fast 1,2 Millionen Euro gehören die beiden Fahrzeuge zu den größeren Investitionen der Stadt Lohne in die Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr. Zwischen der Vergabe des Auftrags und der Auslieferung lagen mehr als drei Jahre.

