Wasserburg Hopen
Beschreibung:
Versteckt zwischen alten Buchen und Eichen liegt der Adelssitz des einstigen Grafen Herbort von Dinklage: die Wasserburg Hopen. Mit ihren alten Gemäuern erzählt sie ein gutes Stück Lohner Geschichte.
Erbaut zu Beginn des 16. Jahrhunderts, brannten gut 100 Jahre später Soldaten der Schweden und Hessen im Dreißigjährigen Krieg die Gebäude der Vorburg ab. 1825 stürzte der einstige Burgturm in die Gräfte. Mehrfach wurde umgebaut, angebaut, aufgestockt, abgerissen, saniert - zuletzt in den 2010er Jahren.
Nicht weniger wechselvoll ist die Besitzerhistorie und die Nutzung der Burg: die Grafen von Galen lebten hier, ebenso die Herren von Haren und später dann Graf von Korff genannt Schmiesing-Kerssenbrock. Sie wurde genutzt als Gaststätte, als Tagungsraum der Vertreter der Landgemeinde, als Kulisse für die ersten Freilichtspiele, als Gärtnerei. In den schwierigen Nachkriegsjahren verpachtete die Eigentümer-Familie Teile des Gebäudes. Sie dienten als Unterkunft für Flüchtlinge, später wurden sie zur Jugendherberge. Bis heute erhalten ist das Gästebuch der damaligen Zeit. Eingeklebte Briefmarken aus aller Herren Länder zeugen von einer internationalen Gästeschar und zahlreiche warme Worte von der Gastlichkeit der Herbergseltern und ihren Kochkünsten. 1963 endete der Pachtvertrag mit der Stadt Lohne. Seither wird das Anwesen wieder von der Familie von Kerssenbrock bewohnt und verwaltet.
Die Burg kann nicht von innen besichtigt werden. Ein Rundgang durch den Hopener Wald lohnt sich dennoch: Zahlreiche Spazier- und Wanderwege führen durch den Hopener Wald. Für Familien besonders empfehlenswert: der nahe gelegene große Waldspielplatz Rehwiese und der rund 3 Kilometer lange, jenseits der Bahnschiene gelegene Hopener Waldpfad, ein Spiel- und Lehrpfad für Kinder.

