Lohne ist „Niedersächsische Klimakommune 2026“
Lohne wird zur Klimakommune: Umweltminister Christian Meyer, Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet, Klimaschutzmanagerin Sandra Mezger, Beata Punte von der Universität Vechta, Landtagsabgeordnete Dr. Tanja Meyer und Dr. Jan Arning vom Niedersächsischen Städtetag (von links).
Die Stadt Lohne darf den Titel „Niedersächsische Klimakommune 2026“ tragen. Ausgezeichnet wurde sie für die Errichtung des Bürger-Klimaparks. Niedersachsens Umwelt- und Klimaschutzminister Christian Meyer überreichte den Preis am Donnerstag (20. August) im Alten Rathaus in Hannover. Mit der Auszeichnung ist ein Preisgeld von 30.000 Euro verbunden.
Der Bürger-Klimapark ist von 2022 bis 2025 auf einer ehemals landwirtschaftlich genutzten Fläche am Hopener Wald entstanden. Auf rund 7,3 Hektar wurden unter anderem Waldflächen, naturnahe Biotope, ein Schulwald, ein Amphibiengewässer, Streuobstwiesen, ein Tiny Forest und ein Klima-Rundgang geschaffen. Digitale und analoge Informationsangebote vermitteln Wissen über Klimaschutz und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts war die Beteiligung der Lohner Stadtgesellschaft. Bürgerinnen und Bürger brachten während der Planungsphase ihre Ideen ein. Schulen, Vereine, Kirchengemeinden und weitere Institutionen setzten anschließend eigene Teilprojekte um.
„Der Bürger-Klimapark steht wie kaum ein anderes Projekt in Lohne für Bürgerbeteiligung und für die Einbindung der Stadtgesellschaft, der Vereine und Institutionen“, sagt Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet. Der Park verbinde Klimaschutz, Klimaanpassung und Klimabildung. Zugleich sei er so angelegt, dass dort auch künftig weitere Projekte verwirklicht werden könnten.
Lohne war schon „Leuchtturm“ unter den Kommunen
Für Lohne ist es bereits die zweite Auszeichnung beim Wettbewerb „Klima kommunal“ in Folge. In der vorherigen Wettbewerbsrunde 2024 erhielt die Stadt den mit 15.000 Euro dotierten Titel „Klimaschutz-Leuchtturm“. Damals überzeugte die Jury die energetische Sanierung der Sporthalle am Amasyaweg.
Umweltminister Christian Meyer würdigte das Engagement der ausgezeichneten Kommunen: „Die ausgezeichneten Kommunen haben mit ihren innovativen und vielfältigen Projekten eindrucksvoll gezeigt, wie engagiert und kreativ in Niedersachsen an Klimaschutz und Klimaanpassung gearbeitet wird.“ Die Projekte seien Vorbilder für andere Kommunen und leisteten einen Beitrag dazu, Niedersachsen lebenswerter und zukunftsfähiger zu machen.
Neben Lohne erhielt auch die Samtgemeinde Gellersen für ihr Projekt „Bezahlbares Wohnen am Lehmpfad“ den Titel „Niedersächsische Klimakommune 2026“. Beide Hauptpreise sind mit jeweils 30.000 Euro dotiert.
Doppelte Preisträger aus dem Kreis Vechta: Die Stadt Lohne und die Gemeinde Bakum erhielten Preise bei Klimakommunal 2026.
Auch die Nachbarkommune Bakum gehört zu den Preisträgern. Für die „Anschlussbündelung kommunaler Liegenschaften“ erhielt die Gemeinde die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung „Klima-Leuchtturm 2026“. Bei dem Projekt wurden die Anschlüsse von Sporthalle, Schwimmhalle, Oberschule, Kita und Rathaus zusammengeführt und um einen Batteriespeicher ergänzt. Dadurch kann der auf kommunalen Gebäuden erzeugte Solarstrom besser vor Ort genutzt werden. Seit 2024 werden nach Angaben der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen jährlich rund 160.000 Kilowattstunden Netzstrom eingespart.
Weitere Auszeichnungen als Klimaschutz-Leuchtturm gingen an die Städte Braunschweig, Hildesheim, Jever, Osnabrück, Papenburg und Wolfenbüttel sowie an den Landkreis Lüneburg. Auch diese Preise sind jeweils mit 15.000 Euro dotiert. Den mit 10.000 Euro ausgestatteten Zukunftspreis erhielt der Landkreis Stade für das Projekt „Klimaresiliente Radrouten“.
Am Wettbewerb „Klima kommunal“ 2026 beteiligten sich 56 Kommunen mit insgesamt 85 Projekten. Das Land Niedersachsen vergab Preisgelder in Höhe von insgesamt 190.000 Euro. Über die Auszeichnungen entschied eine neunköpfige Fachjury.
Der Wettbewerb wird seit 2010 alle zwei Jahre vom Niedersächsischen Umweltministerium und den kommunalen Spitzenverbänden ausgerichtet. Die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen organisiert und begleitet das Verfahren seit 2014.
Ansprechpartnerin
- Klimaschutzmanagerin
- Energiemanagerin

