Bundesregierung fördert Lohner Bürger-Klimapark

Veröffentlicht am: 19.11.2020
Klimaschutz-Projekt soll in Zerhusen entstehen

Zusage Förderung Bürger-Klimapark in LohneMit guten Nachrichten im Gepäck besuchte die Bundestagsabgeordnete Silvia Breher (links) Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer (Mitte) und die Klimaschutzmanagerin der Stadt Lohne Sandra Mezger (recht) im Lohner Rathaus.

Die Stadt Lohne plant einen Bürger-Klimapark im Ortsteil Zerhusen und kann dafür auf die Unterstützung des Bundes zählen. Denn bis zu rund 450.000 Euro und damit gut 90 Prozent der angepeilten Investitionskosten von rund 500.000 Euro übernimmt die Bundesregierung mit Mitteln des Energie- und Klimafonds (EKF). Die Bundestagsabgeordnete Silvia Breher überbrachte die frohe Botschaft persönlich im Lohner Rathaus.

„Wir freuen uns sehr über die Förderung“, sagte Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer. „Mit diesem innovativen Projekt wollen wir ein Zeichen setzen und zeigen, wie Klima- und Umweltschutz in Lohne erfolgreich umgesetzt werden kann. Ziel ist es, den Klimawandel mit guten Ideen und mit großer Zustimmung der Menschen zu begegnen.“ Bei der Schaffung soll die Bevölkerung, vor allem die jungen Lohnerinnen und Lohner sowie Natur- und Umweltschutzvereine, eingebunden werden. „Wir planen einen Bürger-Klimapark“, betonte Gerdesmeyer.

Der Bürger-Klimapark entsteht auf Antrag der CDU-Fraktion im Lohner Stadtrat. Das Projekt soll am Rande des Hopener Waldes im Ortsteil Zerhusen entstehen. Eine acht Hektar große, bislang landwirtschaftliche genutzte Fläche ist dafür vorgesehen. Auf dem Areal, das größer als elf Fußballfelder ist, wird in drei Teilschritten umgestaltet. Geplant sind eine Aufforstung mit heimischen Bäumen, Biotope, Bachläufe, ein Lehrpfad, Ruheinseln und außerschule Lernorte. Beraten wird die Stadt Lohne dabei von Experten wie dem Bezirksförster und einem Planungsbüro für Grünanlagen.

Fläche des Klimaparks in ZerhusenEine Fläche, so groß wie elf Fußballfelder, soll in Zerhusen zum Bürger-Klimapark werden. Grafik: Bauamt Stadt Lohne

Die Klimaschutzmanagerin der Stadt Lohne, Sandra Mezger, koordiniert das Projekt und war federführend  bei der Beantragung von Fördermitteln. „Erfolgreicher Klima- und Umweltschutz muss vor allem die Menschen erreichen“, sagte Sandra Mezger am Dienstag. „Daher soll neben dem Mehrwert für die Natur vor allem die stadtnahe Aufenthaltsqualität für die Bevölkerung verbessert werden.“ Der Bürger-Klimapark ist eingebettet in das Klimaschutz-Konzept für die Stadt Lohne, das derzeit mit großer Bürgerbeteiligung erarbeitet wird.

Die Bundestagsabgeordnete Silvia Breher ist voll des Lobes für das Lohner Projekt „Die Projektskizze für den Bürger-Klimapark ist bundesweit nicht nur zukunftsweisend, sondern auch beispielgebend. Die Kommune wird gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern ein großartiges Klimaschutzprojekt umsetzen. Wir haben uns anspruchsvolle Klimaschutzziele gesetzt. Die müssen wir jetzt mit Leben füllen. Und da haben Grünanlagen und Parks ein enormes Potential: Sie mindern CO2, sie regulieren die Temperaturen im Vergleich zur bebauten Umgebung und können größere Wassermengen speichern, das ist vor allem vor dem Hintergrund des Klimawandels von besonderer Bedeutung. Der Klimaschutz beginnt vor Ort und kann nur gemeinsam gelingen. Damit hat das Vorhaben aus Lohne nicht nur gepunktet, sondern überzeugt“, sagte die CDU-Politikerin aus Lindern bei ihrem Besuch im Lohner Rathaus.

Das Sonderprogramm zur Förderung von Maßnahmen zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen geht mit 20 Millionen Euro an den Start und ist bereits jetzt mehrfach überzeichnet. Bis zum Jahr 2023 stellt der Bund insgesamt 200 Millionen Euro für ein öffentlich zugängliches Projekt zur Verfügung gestellt.

„Allein aus dem Oldenburger Münsterland haben sich fünf vielversprechende Modellvorschläge an der ersten Ausschreibung beteiligt. Deshalb bin ich froh, dass ein Projekt aus meiner Heimat vom Haushaltsausschuss als eines der ersten ausgewählt wurde. Jetzt sind die Lohnerinnen und Lohner dran, dass Projekt umzusetzen und mit Leben zu füllen“, sagte Silvia Breher abschließend.

 

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