Hochbau für Masterplan Brockdorf nimmt Gestalt an
Blick von oben: Die Konturen der neuen Kita und Mensa sind schon zu erkennen
Nach Abschluss der Abrissarbeiten nimmt der Masterplan Brockdorf nun auch baulich sichtbar Gestalt an. Auf dem Gelände an der Langweger und Zerhusener Straße laufen die Hochbauarbeiten. Erste Mauern stehen, die Grundrisse der neuen Gebäude lassen sich inzwischen deutlich erkennen. Nach aktuellem Stand liegen die Arbeiten im vorgesehenen Zeitplan.
Im ersten Bauabschnitt entstehen die neue Kindertagesstätte St. Maria Goretti und die Erweiterungsbauten der Grundschule Brockdorf. Zugleich wird die bestehende Grundschule umgebaut und saniert. Damit werden sämtliche vorgesehenen Maßnahmen an der Schule im ersten Bauabschnitt umgesetzt. Ergänzt werden die Neubauten durch eine Mensa für die Grundschule, die im Bedarfsfall auch von der Kita genutzt werden kann.
Für die Kita sind zwei Regelgruppen und eine Krippengruppe vorgesehen. Die Grundschule erhält unter anderem zusätzliche Klassen-, Gruppen- und Fachräume sowie neue Flächen für Verwaltung und Ganztagsangebote. Die Planungen sehen zudem moderne Sanitärbereiche, Aufenthaltsflächen und eine barrierefreie Erschließung vor.
KfW bewilligt Zuschüsse von insgesamt rund 300.000 Euro
Parallel zum Baufortschritt gibt es auch bei der Finanzierung weitere Planungssicherheit. Für mehrere Bestandteile des Masterplans hat die KfW Fördermittel aus Programmen für energieeffiziente beziehungsweise klimafreundliche Nichtwohngebäude bewilligt. Insgesamt können damit Zuschüsse von maximal rund 300.000 Euro in Anspruch genommen werden.
Für die Erweiterung der Grundschule wurden bis zu 85.500 Euro bewilligt. Gefördert wird der Neubau als Effizienzgebäude 55. Grundlage des Bescheids sind förderfähige Investitionen von 1,14 Millionen Euro.
Für den Neubau von Kita und Mensa stehen weitere maximal rund 68.000 Euro zur Verfügung. Auch hier erfolgt die Förderung für einen Neubau im Standard Effizienzgebäude 55.
Auch Maßnahmen am Vereinsheim von Grün-Weiß Brockdorf werden unterstützt. Für einen Neubauanteil hat die KfW maximal rund 34.000 Euro bewilligt. Für die energetische Sanierung des bestehenden Gebäudeteils einschließlich Fachplanung und Baubegleitung kommen weitere bis zu rund 118.00 Euro hinzu.
Darüber hinaus erwartet die Stadt weitere Fördermittel für das Projekt. Für die zusätzlich geschaffenen Betreuungsplätze in der Kindertagesstätte werden noch Zuschüsse des Landkreises Vechta erwartet. Auch für die Baumaßnahmen an der Grundschule sind weitere Finanzierungsbeiträge aus der Kreisschulbaukasse vorgesehen.
Für die spätere Aufstockung des Sportlerheims besteht außerdem die Aussicht auf eine Förderung des Amtes für regionale Landesentwicklung von bis zu 500.000 Euro.
Der neue Ortskern in Brockdorf entsteht.
Erster Bauabschnitt bis Frühjahr 2028
Die Hochbauarbeiten bilden derzeit den Schwerpunkt des ersten Bauabschnitts. Nach dem aktuellen Zeitplan sollen die neue Kita, die Mensa sowie sämtliche Erweiterungs-, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen an der Grundschule bis Frühjahr 2028 abgeschlossen sein.
Im zweiten Bauabschnitt konzentrieren sich die Arbeiten auf das Vereinsheim von Grün-Weiß Brockdorf. Vorgesehen sind dort die Erweiterung, Modernisierung und energetische Sanierung des Gebäudes. Die Fertigstellung dieses Abschnitts ist bis Ende 2029 geplant.
Der Masterplan umfasst damit insgesamt drei große Teilprojekte: den Neubau der Kindertagesstätte, die Erweiterung und Sanierung der Grundschule sowie die Sanierung und Erweiterung des Vereinsheims. Hinzu kommen die Mensa und die Neugestaltung der Außenanlagen mit einem neuen Dorfplatz. Die Stadt rechnet für den gesamten Masterplan weiterhin mit Gesamtkosten von rund zwölf Millionen Euro.
Mit den inzwischen sichtbaren Hochbauten tritt das Projekt nun in eine neue Phase ein. Wo vor wenigen Monaten noch die früheren Gebäude standen, lassen sich die Strukturen der künftigen Ortsmitte bereits erkennen. Nach aktuellem Stand kann der vorgesehene weitere Bauablauf eingehalten werden.

