Wortwolke mit einem Sammelsurium plattdeutscher Vokabeln

Veröffentlicht am: 11.09.2018

Lohner Plattschnacker-Gruppe gestaltet Plakat

Plattdeutsch-Plakat

Präsentieren das Plattdeutsch-Plakat: Franz-Josef Riesselmann, Martin Hölscher, Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer und Anke Homrighausen (von links).

Mehr als 100 plattdeutsche Begriffe wie „Padjackel“, „Schäöwels“ oder „Arfkensoppen“ und in der Mitte eine schlichtes „Moin!“ – so sieht das neue Plakat der Lohner Plattschnacker. Die Gruppe, die sich im Heimatverein um die Pflege der niederdeutschen Mundart kümmert, will nun die Plakate im DIN-A2-Format zu je drei Euro verkaufen.

Die Idee für das Plakat hatte Anke Homrighausen aus ihrer Heimatstadt Wittgenstein (Nordrhein-Westfalen) nach Lohne gebraucht. Rund um ihren Geburtsort wird ein eigener Dialekt mit eigenen Vokabeln gesprochen, die auch dort Plakate zieren.

Mit ihrer Idee ist sie an Martin Hölscher, dem Plattdeutsch-Beauftragten der Stadt Lohne, und an Franz-Josef Riesselmann, Frontmann der Plattschnacker-Gruppe im Heimatverein, herangetreten. Zusammen haben sie zahlreiche Worte gesammelt und zusammen mit Anke und ihrem Mann Andreas Homrighausen in eine Wortwolke gepackt.

„Wer mit anderen das Plakat und die Begriff betrachtet, kommt ins Gespräch“, stellt Anke Homrighausen fest. Und Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer freut sich über die Initiative. „Dies hält die plattdeutsche Sprache lebendig“, sagte er am Mittwoch (5. September) bei der Vorstellung des Plakats.

50 Stück werden nun in der Lohner Druckerei Püttmann gefertigt. Die Plattschnacker bieten es für je drei Euro zum Verkauf an. Diese sind im Infopunkt der Stadt Lohne im Industriemuseum (Küstermeyerstraße 20) erhältlich.