Erste Stromtankstellen in Lohne gehen ans Netz

Veröffentlicht am: 25.05.2018

Stadt fördert gemeinsam mit der EWE die E-Mobilität

Stromtankstelle vor dem RathausNahmen die Stromtankstelle vor dem Rathaus in Betrieb: EWE-Kommunalbetreuer Gerhard Niemann, Uwe Aeinkens von der EWE, Tiefbauamtsleiter Bernd Hinrichs und Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer (von links).

Die Stadt Lohne unterstützt gemeinsam mit dem Energieversorger EWE die Elektro-Mobilität in Lohne. Am Rathaus und auf dem Raiffeisenplatz befinden sich seit wenigen Wochen Stromtankstellen für Elektroautos. Am Mittwoch (23. Mai) wurden die Stationen offiziell in Betrieb genommen.

„Wir wollen ein Zeichen setzen und die E-Mobilität in unserer Stadt vorantreiben“, erklärte Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer am Mittwoch. „Die öffentliche Hand muss mit gutem Beispiel voran gehen, daher prüft die Stadtverwaltung zurzeit die Anschaffung von Elektro-Dienstfahrzeugen.“

Schon seit 2012 setzt die Stadt bei der Versorgung ihrer Gebäude zu 100 Prozent auf Ökostrom. Auch die beiden Stromtankstellen werden aus erneuerbaren Energiequellen und CO2-neutral gespeist. Die Stadt Lohne fördert den Betrieb der der Tanksäulen mit je 177 Euro pro Monat.

E-Mobilität ist im Kommen. Die EWE baut mit weiteren Partner dafür die Infrastruktur aus. „Wenngleich über 80 Prozent der Ladevorgänge zu Hause stattfinden, ist das Vorhandensein einer öffentlichen Ladeinfrastruktur eines der wichtigsten Entscheidungskriterien für die Anschaffung eines Elektrofahrzeuges“, sagte Gerhard Niemann, Kommunalbetreuer der EWE. Mittlerweile betreibe der Energieversorger mit Partnern bundesweit mehr als 470 Ladepunkte – Tendenz steigend.

Wie der Ladevorgang an der neuen Stromtankstelle funktioniert, demonstrierte am Mittwoch der EWE-Vertriebsbeauftragte für Mobilität Uwe Aeikens. „Je nach Fahrzeugtyp und Größe dauert die Ladung maximal zwei Stunden. In der Zeit können die Fahrer in der Innenstadt einkaufen, sich in Café setzten oder zur Arbeit gehen.“ Der Bezahlvorgang erfolge bequem per Stromkarte der EWE, Kreditkarte oder via PayPal über das Smartphone, so Aeikens.

Eine Übersicht der Stromtankstellen erhalten die Nutzer über die App „Punktlandung“. Mit der App können sich Fahrer zur nächsten freien Stromtankstelle navigieren lassen. Vorausgesetzt, dass eine Stromtankkarte hinterlegt ist, kann auch der Ladevorgang vom Smartphone aus gestartet werden.

Darüber hinaus werden auch alle Stromtankstellen angezeigt, die im Verbund mit EWE stehen. Hier ist der Verbund Hubject heraus zustellen. Mit diesem Verbund können zirka 23.000 Tankstellen europaweit angefahren werden.