Bürger melden vermeintlich unsichere Orte in Lohne

Veröffentlicht am: 06.01.2017
Autor: Christian Tombrägel
Präventionsrat und Polizei werten Umfrage aus
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Nehmen die Sicherheit in Lohne unter die Lupe: Der Leiter der Polizeistation Lohne Frank Soika, Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer und die Geschäftsführerin des Präventionsrates Andrea Marré (von links.). Foto: Christian Tombrägel, Stadt Lohne

Wie sicher ist Lohne? An welchen Stellen fühlen sich die Bürger unwohl? Und wo sollte sich die Ordnungsmacht präsenter sein? Das wollten der Präventionsrat, die Stadt Lohne sowie die Polizei von der Lohner Bürgerinnen und Bürgern erfahren. Im Sommer letzten Jahres starteten sie daher eine Umfrage. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.

54 Meldungen von 35 Bürgern zählte Andrea Marré, Geschäftsführerin des Präventionsrates. Sie hat die Meldungen gesammelt. „Es geht vor allem um das subjektive Empfinden von Unsicherheit“, erklärt sie. Gemeinsam mit dem Arbeitskreis „Sicherheit im öffentlichen Raum“ und dessen Vorsitzenden Frank Soika, Leiter der Polizeistation in Lohne, führte Andrea Marré eine Begehung der gemeldeten Orte durch.

„Kein Punkt in Lohne ist aus fachlicher Sicht ein gefährlicher Ort“, erklärt Polizeihauptmeister Frank Soika. „Die Stadt hat eine gute Beleuchtung auf öffentlichen Wegen“, so Soika weiter. „Es ist aber wichtig, den Beschnitt der Grünanlagen konsequent vornehmen.“ Denn was nutze eine gute Straßenleuchte, wenn sie von Blättern verdeckt wird.

Auch Treffpunkte von Jugendlichen oder vermeintliche Umschlagspunkte von Drogen stehen auf der Liste des Präventionsrates. Einige der genannten Punkte werde die Polizei nun regelmäßig aufsuchen, verspricht Frank Soika. Die Beamten setzten dabei nicht nur auf normale Streifenwagen, sondern setzten auch radfahrenden Polizisten in Zivil ein. „Damit konnten wir schon einige Delikte auf frischer Tat aufdecken“, so der Leiter der Polizei in Lohne.

Eine stärkere Polizeipräsenz liegt auch im Interesse von Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer. Er hatte das Thema Sicherheit im vergangenen Jahr auf die politische Agenda gesetzt. „Wer sich an einem Ort sicher fühlt, fühlt sich wohl“, erklärt Gerdesmeyer.

Die Stadt Lohne wird daher das Ordnungsamt mit mehr Personal ausstatten. Zwei neue Mitarbeiter werden aktuell gesucht. Sie sollen die Präsenz der Stadt auf den Straßen erhöhen. „Das friedliche Zusammenleben ist garantiert, wenn es Regeln gibt“, sagt Gerdesmeyer. „Aber die Einhaltung dieser Regeln muss  auch gewährleistet sein.“

So sollen die neuen Mitarbeiter unter anderem bei der sicheren Durchführung von Veranstaltungen helfen oder die illegale Entsorgung von Abfällen verfolgen. Auch die Polizei soll zum Beispiel bei der Verkehrsüberwachung unterstützt werden.

Neben der restriktiven Vorgehensweise setzen Stadt und Polizei vor allem auf Prävention. „Ohne die aktive Arbeit unseres Präventionsrates wird es auch in Zukunft nicht gehen“, erklärt Gerdesmeyer.

Die Suche nach vermeintlich unsicheren Orten in Lohne geht weiter. Andrea Marré nimmt unter Telefon 04442 886-110 oder per E-Mail an praeventionsrat@lohne.de Meldungen entgegen. Diese werden dann anschließend im Arbeitskreis „Sicherheit im öffentlichen Raum“ besprochen.